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Webflow oder WordPress 2026: Ein ehrlicher Vergleich für Firmenwebsites

Webflow und WordPress sind die beiden Namen, die am häufigsten fallen, wenn ein Unternehmen eine neue Marketing-Website plant. Beide können eine schnelle, gut aussehende Seite liefern, und beide können zu einem teuren Ärgernis werden. Hier steht, wie sie sich 2026 tatsächlich unterscheiden, mit aktuellen Preisen und einem Kostenbeispiel über drei Jahre.

Die kurze Antwort

Webflow ist eine gehostete Plattform: Sie zahlen pro Website, und Webflow kümmert sich um Server, Sicherheit und Updates. WordPress ist kostenlose Open-Source-Software, die Sie selbst hosten und warten oder von jemandem warten lassen.

Für eine Marketing-Website, bei der ein internes Marketingteam oft Seiten ändert und niemand an Plugin-Updates denken möchte, ist Webflow meist die bequemere Lösung. Für eine inhaltsstarke Website, viele Integrationen oder ein Unternehmen, das alles besitzen und jederzeit umziehen können will, passt WordPress meist besser. Beide scheitern auf dieselbe Weise: wenn nach dem Launch niemand klar für die Website verantwortlich ist.

Vergleichen Sie noch weitere Optionen (Framer, Headless, Baukästen)? Beginnen Sie mit unserem breiteren Leitfaden CMS auswählen 2026.

Was beides 2026 kostet

Preise Stand Oktober 2026, in US-Dollar, pro Website, ohne Steuern. Webflow ändert seine Tarife recht häufig, prüfen Sie also die Preisseite von Webflow, bevor Sie budgetieren.

Webflow

  • Basic: 15 $ pro Monat bei jährlicher Zahlung (25 $ monatlich). Eigene Domain und bis zu 300 statische Seiten, aber kein CMS, also kein Blog.
  • Premium: 25 $ pro Monat bei jährlicher Zahlung (39 $ monatlich). Ergänzt das CMS mit bis zu 20.000 Einträgen und 50 GB Bandbreite. Es ersetzt die älteren Tarife CMS und Business.
  • Plätze. Ein vollständiger Platz ist enthalten. Weitere vollständige Plätze (für Personen, die gestalten) kosten 39 $ pro Monat, eingeschränkte Plätze (Inhalte bearbeiten oder Seiten aus Komponenten bauen) 15 $ pro Monat, jeweils bei jährlicher Zahlung.
  • Zusatzmodule. Localize ab 9 $ pro zusätzlicher Sprache und Monat, Ecommerce ab 29 $ pro Monat.

WordPress

Die Software ist kostenlos, bezahlt wird alles drumherum.

  • Hosting. Shared Hosting wird für das erste Jahr mit wenigen Dollar im Monat beworben und verlängert sich dann zum Mehrfachen. Managed-WordPress-Hosting beginnt bei etwa 30 bis 35 $ pro Monat. Der kleinste Tarif von Kinsta kostet 35 $ pro Monat oder 350 $ pro Jahr.
  • Premium-Plugins. Formulare, Backups, SEO, Mehrsprachigkeit, meist als Jahreslizenz.
  • Wartung. Jemand muss Updates einspielen, prüfen, dass nichts kaputtgegangen ist, und ein Backup zurückspielen, wenn doch.

WordPress wirkt auf dem Papier günstiger und ist es oft nicht mehr, sobald man die Wartung mitrechnet.

Bearbeiten im Marketingteam

Hier sollten die meisten Unternehmen entscheiden, denn die Redakteure leben jede Woche mit dieser Wahl.

Webflow lässt Redakteure Texte, Bilder und CMS-Einträge direkt auf der Seite ändern. Eine Redakteursrolle ändert Inhalte, ohne das Design anzufassen, und eingeschränkte Plätze können neue Seiten aus Komponenten bauen, die ein Designer vorbereitet hat. Das passt zu einem Team, das Kampagnen-Landingpages startet. Der Haken: Der volle Designer ist ein professionelles Werkzeug, näher am visuellen Schreiben von CSS als am Verschieben von Kästchen. Ein ungeschulter Marketer kann schnell Chaos anrichten.

WordPress hängt beim Bearbeiten fast ganz davon ab, wie gebaut wurde. Ein individuelles Theme mit einem gut durchdachten Satz an Blöcken ist angenehm und schwer kaputtzumachen. Ein schwerer Page Builder auf einem gekauften Theme bietet Dutzende Einstellungen pro Abschnitt, und ein falscher Zug kann unbemerkt das mobile Layout zerstören. Lassen Sie sich die Bearbeitungsansicht einer Website zeigen, die die Agentur tatsächlich gebaut hat, keine Demo.

Gestaltungsfreiheit

Beide können jedes Design umsetzen, das Sie zeichnen können. In Webflow baut ein Designer die echte Website visuell, das Ergebnis bleibt also sehr nah an der Designdatei. In WordPress kommt dieselbe Freiheit von einem Entwickler, der ein individuelles Theme schreibt. Fertige Themes tauschen sie gegen Tempo und einen vertrauten Look. Beides funktioniert, wenn es für Ihr Design gebaut und nicht aus einer Vorlage zurechtgebogen wird, wie wir in Baukasten, Vorlage oder individuell erklären.

Performance und Hosting

Das Webflow-Hosting ist enthalten und läuft über ein globales CDN, eine vernünftig gebaute Website ist also ohne Server-Tuning schnell. Schwere Bilder und Skripte von Drittanbietern können sie trotzdem ausbremsen.

Die WordPress-Performance ist eine Bandbreite. Ein individuelles Theme mit wenigen Plugins auf ordentlichem Managed Hosting ist so schnell wie alles andere. Eine Page-Builder-Seite mit 30 Plugins auf billigem Shared Hosting ist es meist nicht, und Caching-Plugins verdecken das Problem nur zum Teil.

SEO-Funktionen

Keines von beiden rankt von sich aus besser. Beide geben Ihnen die Stellschrauben, Inhalt, Tempo und Struktur erledigen den Rest.

  • Webflow deckt das Wesentliche von Haus aus ab: Titel und Beschreibungen pro Seite und CMS-Eintrag, Open-Graph-Bilder, Alt-Texte, automatische Sitemap, 301-Weiterleitungen, Canonical-Tags und Indexierungssteuerung. Strukturierte Daten kommen meist per Custom Code, gespeist aus CMS-Feldern.
  • WordPress bekommt dasselbe über ein SEO-Plugin wie Yoast oder Rank Math, dazu automatisches Schema und mehr Optionen für große Blogs. Zwei Plugins, die um dieselben Meta-Tags streiten, sind ein klassisches WordPress-Problem.

Für eine Firmenwebsite mit einigen Dutzend bis wenigen hundert Seiten steht es unentschieden. Für einen Verlag mit tausenden Artikeln hat WordPress das tiefere Werkzeugset.

Sicherheit und Wartung

Das ist der größte praktische Unterschied. Bei Webflow gibt es keine Plugins zu aktualisieren und keinen Server zu patchen. Ihre Aufgabe ist die Kontosicherheit: Zwei-Faktor-Authentifizierung, ausgeschiedene Personen entfernen, wissen, wer veröffentlichen darf.

Der WordPress-Kern ist in gutem Zustand, das Risiko liegt in Plugins und Themes. Patchstacks „State of WordPress Security in 2026“ zählte 2025 im WordPress-Ökosystem 11.334 neue Schwachstellen, 42 % mehr als 2024: 91 % in Plugins, 9 % in Themes und nur 6 im Kern, alle mit niedriger Priorität. Daraus folgen diese Regeln:

  • So wenige Plugins wie möglich verwenden, von Autoren, die sie noch pflegen.
  • Alle ein bis zwei Wochen aktualisieren und größere Updates auf einer Staging-Kopie testen.
  • Automatische externe Backups einrichten und eine Wiederherstellung testen.
  • Die verantwortliche Person oder Firma schriftlich benennen.
Faustregel

Wenn niemand die Website pflegen wird, wählen Sie nicht WordPress. Eine ungepflegte WordPress-Seite ist der häufigste Weg, auf dem aus einer guten Firmenwebsite ein Sicherheitsvorfall wird.

Mehrsprachigkeit: Webflow Localize gegen WPML und Polylang

Für Unternehmen in Deutschland und im übrigen DACH-Raum sind zwei oder drei Sprachen üblich.

Webflow Localize ist integriert und wird pro Sprache bezahlt. Essential kostet 9 $ pro zusätzlicher Sprache und Monat (jährliche Zahlung), bis zu 3 Sprachen. Advanced kostet 29 $ pro zusätzlicher Sprache, bis zu 10, und ergänzt übersetzte URL-Slugs und automatische Weiterleitung der Besucher. Beide enthalten bearbeitbare maschinelle Übersetzung, übersetzte Meta-Tags, Sprachordner wie /de/ und eine Sitemap mit hreflang-Tags. Deutsch plus Englisch auf Essential kostet 108 $ pro Jahr zusätzlich. Wenn Sie auch über Webflow Ecommerce verkaufen, klären Sie vor der Entscheidung, wie Produkte und Checkout übersetzt werden.

WordPress braucht ein Plugin:

  • WPML: 39 € pro Jahr für eine Website ohne WooCommerce, 99 € pro Jahr für bis zu drei Websites mit WooCommerce. Sehr vollständig, aber schwergewichtig, und komplexe Seiten brauchen eine sorgfältige Einrichtung.
  • Polylang: kostenloses Kern-Plugin, Pro ab 99 € pro Jahr, Polylang für WooCommerce weitere 99 €. Leichter und für die meisten Firmenwebsites eine gute Wahl.

In beiden Fällen sind die Werkzeuge der kleinere Kostenpunkt. Jede Sprache bedeutet mehr Inhalt, der geschrieben und aktuell gehalten werden muss. Planen Sie daher eine Prüfung durch Muttersprachler ein und veröffentlichen Sie keine ungeprüfte maschinelle Übersetzung.

E-Commerce

Webflow Ecommerce passt zu einem kleinen Sortiment, bei dem die Marke wichtiger ist als Shop-Funktionen. Stand Oktober 2026: Standard 29 $ pro Monat (500 Artikel, 2 % Transaktionsgebühr), Plus 74 $ (5.000 Artikel, keine Gebühr), Advanced 212 $ (15.000 Artikel), jeweils bei jährlicher Zahlung. Abos, komplexer Versand und die Rechnungsstellung in der EU brauchen meist zusätzliche Tools.

WooCommerce macht aus WordPress kostenlos einen vollwertigen Shop, mit einer Erweiterung für fast alles. Dafür kann ein Update jetzt den Checkout zerstören, und das kostet echtes Geld.

Wenn der Shop der Hauptzweck der Website ist, sehen Sie sich zuerst Shopify an.

Abhängigkeit und Umzug

Bei WordPress können Sie Dateien und Datenbank zu jedem Hoster oder Entwickler mitnehmen, und ein sauberes individuelles Theme kann jeder kompetente WordPress-Entwickler pflegen.

Der Webflow-Code-Export braucht einen kostenpflichtigen Workspace-Tarif (Core, ab 19 $ pro Monat bei jährlicher Zahlung) und umfasst nur statisches HTML und CSS: CMS-Einträge und CMS-Seiten lassen sich nicht als Code exportieren, Collections aber als CSV. Wer Webflow verlässt, baut anderswo neu und importiert Inhalte. Außerdem akzeptieren Sie, dass Webflow Tarife und Preise ändern kann, wie bei der Umstellung auf Premium in diesem Jahr. Achten Sie darauf, dass das Konto auf den Namen Ihres Unternehmens läuft und nicht auf den der Agentur.

Fachleute finden

Laut W3Techs läuft WordPress auf 39,6 % aller Websites und Webflow auf 0,8 % (Oktober 2026). WordPress-Entwickler finden Sie überall zu jedem Preis, bei enormen Qualitätsunterschieden. Der Webflow-Pool ist kleiner und besteht meist aus designgetriebenen Studios und Freelancern, und Webflow führt zertifizierte Partner auf der eigenen Website auf. In beiden Fällen sollten Sie nach Live-Websites fragen, die sie gebaut haben und noch betreuen.

Gesamtkosten über drei Jahre: ein durchgerechnetes Beispiel

Ein typischer Fall, mit beiden Systemen durchgerechnet. Den Aufbau lassen wir weg, weil er viel stärker vom Umfang abhängt als von der Plattform (siehe Was kostet eine Homepage 2026?). Es geht nur um laufende Kosten.

Annahmen: etwa 15 Seiten plus Blog, auf Deutsch und Englisch, bearbeitet von zwei Marketingleuten und einer verantwortlichen Person. Externe Hilfe zu 90 $ pro Stunde. Preise Stand Oktober 2026, jährliche Zahlung, ohne Steuern. Euro-Preise mit etwa 1,15 $ pro Euro umgerechnet. Domain und E-Mail nicht enthalten.

Pro JahrWebflowWordPress, gut gewartetWordPress, Mindestbudget
Plattform oder Hosting300 $ (Premium)350 $ (Managed, Einstiegstarif)240 $ (Shared, Verlängerungspreis)
Zweite Sprache108 $ (Localize Essential)115 $ (WPML, 99 €)0 $ (kostenloses Polylang)
Redakteurskonten360 $ (2 eingeschränkte Plätze)0 $0 $
Premium-Plugins0 $150 $ (Formulare, Backups, SEO)0 $
Wartung und kleine Korrekturen450 $ (5 Stunden)1.080 $ (1 Stunde pro Monat)360 $ (4 Stunden, wenn etwas kaputtgeht)
Summe pro Jahr1.218 $1.695 $600 $
Summe über 3 Jahre3.654 $5.085 $1.800 $

Eine ordentlich gewartete WordPress-Seite ist nicht die günstige Option, denn die Wartungsstunden wiegen schwerer als alles andere. Die billigste Spalte ist billig, weil sich niemand um die Seite kümmert, und genau das ist das oben beschriebene Risiko. Und die Kosten bei Webflow wachsen mit Personen und Sprachen: zwei weitere Redakteure und eine dritte Sprache kosten etwa 470 $ im Jahr mehr, während sich die WordPress-Spalten kaum bewegen.

Welches Sie wählen sollten

Wählen Sie Webflow, wenn …

  • Ihr Marketingteam jeden Monat selbst Seiten veröffentlichen und ändern will,
  • Design bei Ihrem Verkauf viel Gewicht hat,
  • Sie sich nicht um Plugin-Updates, Serversicherheit oder Backups kümmern wollen,
  • Sie ein bis drei Sprachen und moderat strukturierte Inhalte brauchen.

Wählen Sie WordPress, wenn …

  • die Website inhaltsstark ist, mit großem Blog oder vielen Autoren,
  • Sie Integrationen, Mitgliederbereiche oder einen WooCommerce-Shop neben der Firmenwebsite brauchen,
  • Sie Code und Daten besitzen und jederzeit Hoster oder Entwickler wechseln wollen,
  • eine benannte Person oder Firma mit Budget für die Wartung zuständig ist.

Wählen Sie keines von beiden, wenn …

  • sich die Website nur ein paar Mal im Jahr ändert. Eine einfache, schnelle Seite mit kleinem Bearbeitungsbereich oder ganz ohne CMS ist günstiger und sicherer. Siehe Brauchen Sie wirklich ein CMS?
  • Sie echte Funktionen brauchen wie Buchung, Konfigurator oder Angebotslisten. Ein Headless-CMS mit individuellem Frontend hält Funktion und Inhalt in einem System, das Sie kontrollieren.
  • der Shop das Geschäft ist. Sehen Sie sich Shopify an.
  • Sie eine Idee mit Minimalbudget testen. Nehmen Sie einen Website-Baukasten und planen Sie, ihn später zu ersetzen.

Sie möchten eine zweite Meinung? In unserer FAQ erklären wir, wie wir arbeiten, und die Preise zeigen, was eine Website zum Festpreis kostet.

Häufig gestellte Fragen

Ist Webflow günstiger als WordPress?

Auf dem Papier nicht, denn WordPress selbst ist kostenlos. Rechnet man Hosting, Premium-Plugins und regelmäßige Wartung mit, kostet eine gut gewartete WordPress-Seite pro Jahr oft mehr als eine Webflow-Seite. Webflow wird teurer, wenn Sie Redakteure, Sprachen und Bandbreite hinzufügen.

Ist Webflow besser für SEO als WordPress?

Nein. Beide geben Ihnen Kontrolle über Titel, Beschreibungen, Weiterleitungen, Sitemaps und Indexierung. Bei einer typischen Firmenwebsite zählen Inhalt, Tempo und Struktur weit mehr als die Plattform.

Kann ich eine Webflow-Seite später zu WordPress umziehen?

Ja, aber es ist ein Neuaufbau und kein Umzug. Webflow exportiert statisches HTML und CSS im kostenpflichtigen Workspace-Tarif und CMS-Collections als CSV, CMS-Seiten lassen sich aber nicht als Code exportieren. Die Templates werden also in WordPress neu gebaut und die Inhalte importiert.

Was ist besser für eine Website auf Deutsch und Englisch?

Beide beherrschen das gut. Webflow Localize kostet im Tarif Essential 9 $ pro zusätzlicher Sprache und Monat, und bei WordPress erledigen Polylang oder WPML dieselbe Aufgabe für eine Jahreslizenz. Der größere Kostenpunkt ist, gute Inhalte in beiden Sprachen zu schreiben und zu pflegen.