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#CMS#Technologie

CMS auswählen 2026: WordPress, Webflow, Framer oder Headless?

„Welches CMS sollen wir nehmen?“ ist meist die erste technische Frage, die uns Kunden stellen, und oft nicht der beste Ausgangspunkt. Das richtige System hängt davon ab, wer die Seite pflegt, wie oft und was sie leisten muss. Hier sehen Sie, wie die wichtigsten Optionen im Vergleich abschneiden.

Beginnen Sie mit vier Fragen

Bevor Sie Plattformen vergleichen, versuchen Sie, diese Fragen ehrlich zu beantworten:

  1. Wer pflegt die Inhalte? Jemand aus dem Marketing täglich, die Inhaberin zweimal im Jahr oder ein Entwickler?
  2. Was wird bearbeitet? Nur Texte und Fotos, oder auch neue Seiten, Layouts, Blogbeiträge, Produktlisten?
  3. Was muss an die Seite angebunden werden? Buchung, CRM, Newsletter, Shop, interne Systeme?
  4. Wer betreut sie die nächsten fünf Jahre? Für Updates, Sicherheit und Backups braucht es eine benannte Person oder Firma, die dafür verantwortlich ist.

Mit den Antworten ist die Wahl meist ziemlich klar. Ohne sie wirkt jedes CMS entweder perfekt oder furchtbar, je nachdem, wer es Ihnen verkauft.

WordPress

Nach wie vor mit großem Abstand das meistgenutzte CMS im Web, etwa vier von zehn Websites laufen darauf. Diese Verbreitung spricht für und gegen das System.

Gut für: inhaltsstarke Seiten, Blogs, Organisationen mit vielen Integrationen und Teams, die selbst hosten und alles besitzen wollen. Einen WordPress-Entwickler finden Sie fast überall.

Worauf Sie achten sollten: Plugin-Wildwuchs. Eine typische WordPress-Seite hat am Ende Dutzende Plugins von verschiedenen Autoren, die alle Updates brauchen. Vernachlässigte WordPress-Seiten sind ein häufiges Angriffsziel. Page Builder können die Seite ausbremsen und das Bearbeiten fragil machen, weil ein falscher Handgriff das Layout zerstören kann.

Fazit: eine solide Wahl, wenn sie sauber gebaut ist (eigenes Theme, wenige Plugins) und jemand für die Wartung zuständig ist. Als „günstiger Standard“, um den sich niemand kümmert, macht es meist Ärger.

Webflow

Ein gehosteter visueller Builder mit einem richtigen CMS an Bord. Designer mögen es, weil das, was Sie gestalten, sehr nah an dem ist, was veröffentlicht wird.

Gut für: Marketing-Websites mit starker visueller Identität, Teams, in denen Designer oder Marketer Seiten selbst bauen und ändern wollen, und strukturierte Inhalte wie Referenzen, Teammitglieder oder Stellenanzeigen.

Worauf Sie achten sollten: Preise, die mit Seiten, CMS-Einträgen und Redakteuren wachsen, eine Lernkurve, die steiler ist, als sie aussieht, und Lock-in: Den Code können Sie exportieren, ein funktionierendes CMS aber nicht ohne Weiteres woanders hin mitnehmen. Komplexe Logik oder Integrationen brauchen oft zusätzliche Tools.

Fazit: sehr gut für Marketing-Websites, wenn das Team es aktiv nutzt, und mehr als nötig, wenn nicht.

Framer

Ein neuerer Builder mit Design im Mittelpunkt, der bei Startups und für Landingpages Anklang gefunden hat. Damit lassen sich sehr schnell gut aussehende, animierte Seiten erzeugen.

Gut für: Landingpages, Produkteinführungen, Portfolios und kleinere Marketing-Websites, bei denen die Geschwindigkeit der Iteration wichtiger ist als komplexe Inhaltsstrukturen.

Worauf Sie achten sollten: Das CMS ist einfacher als das von Webflow oder ein spezialisiertes Headless-System, und Sie sind an Hosting und Preise der Plattform gebunden. Für viele Unternehmen ist das in Ordnung, bei inhaltsstarken Seiten wird es einschränkend.

Fazit: großartig, wenn Sie schnell etwas Poliertes starten wollen. Prüfen Sie nur, ob es noch passt, wenn die Seite wächst.

Headless-CMS (Sanity, Storyblok, Contentful, Strapi, Payload…)

Ein Headless-CMS speichert und verwaltet nur Inhalte. Die Website selbst ist ein separates, individuell gebautes Frontend, das die Inhalte einliest. Die meisten Agenturen arbeiten bei größeren Projekten so.

Gut für: Seiten mit individuellen Funktionen, mehreren Sprachen, Inhalten, die auf Website, App und weiteren Kanälen wiederverwendet werden, oder mit strengen Anforderungen an Performance und Sicherheit. Die Bearbeitungsoberfläche lässt sich genau auf das zuschneiden, was Ihr Team pflegt.

Worauf Sie achten sollten: Zum Bauen und Ändern des Frontends brauchen Sie Entwickler. Die Anfangskosten sind höher, und Sie hängen vom Team ab, das es gebaut hat. Wählen Sie also eines, das in einigen Jahren noch da ist.

Fazit: die flexibelste Option und meist das schnellste und sicherste Ergebnis. Es lohnt sich, wenn die Seite echte Funktionen hat oder lange leben soll, für eine einfache Visitenkarten-Seite ist es überdimensioniert.

Baukästen (Wix, Squarespace, Shopify für Shops)

All-in-one-Plattformen, bei denen Sie eine Vorlage wählen und selbst füllen.

Gut für: sehr kleine Budgets, Nebenprojekte, eine erste Website, die Sie selbst aufbauen. Für einfache Online-Shops ist Shopify eine wirklich starke Option.

Worauf Sie achten sollten: Ihre Seite sieht vielen anderen ähnlich, die Kontrolle über Performance und SEO ist begrenzt, und ein späterer Wechsel heißt meist, von vorn anzufangen.

Website des Zentrums für Volkskunstproduktion mit Ausstellungen, Kursen und einem E-Shop
Das Zentrum für Volkskunstproduktion hat Ausstellungen, Handwerkskurse, ein Verzeichnis der Hersteller und einen E-Shop auf einer Seite. Bei so viel strukturiertem Inhalt zählt mehr, wie das CMS ihn abbildet, als welches CMS es ist.

Im direkten Vergleich

Pflege ohne EntwicklerGestaltungsfreiheitIndividuelle FunktionenWartungsaufwandLock-in
WordPressGut (je nach Aufbau)HochHoch (Plugins / eigener Code)HochNiedrig
WebflowGutSehr hochMittelNiedrigHoch
FramerSehr gutHochNiedrig bis mittelNiedrigHoch
Headless + individuelles FrontendSehr gut (auf Ihre Inhalte zugeschnitten)UnbegrenztUnbegrenztNiedrig bis mittelNiedrig bis mittel
Wix / SquarespaceSehr gutAn die Vorlage gebundenNiedrigSehr niedrigSehr hoch

Unsere Faustregel

  • Die Seite ändert sich selten, meist Texte und Fotos? Eine einfache, schnelle Seite mit einem schlanken CMS, das genau auf diese Felder beschränkt ist. Mit weniger Optionen gibt es weniger Möglichkeiten, etwas kaputt zu machen.
  • Das Marketing-Team baut jeden Monat neue Seiten? Webflow oder ein Headless-CMS mit einer Bibliothek fertiger Inhaltsbausteine.
  • Die Seite hat Buchung, Konfigurator, Rechner oder Listen? Headless-CMS mit individuellem Frontend, damit Funktion und Inhalt in einem System liegen, das Sie kontrollieren.
  • Sie wollen alles selbst machen, mit minimalem Budget? Ein guter Baukasten, mit dem Plan, ihn zu ersetzen, wenn das Geschäft wächst.
Wählen Sie das CMS, das Ihr Team wirklich nutzen wird, und stellen Sie sicher, dass klar ist, wer für die Wartung zuständig ist.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie überhaupt ein CMS brauchen, lesen Sie Brauche ich überhaupt ein CMS?