Website als Verkaufswerkzeug: Geben Sie ihr eine Aufgabe
Eine Firmenwebsite lohnt sich, wenn sie eine Aufgabe erfüllt: Fragen beantworten, Anfragen filtern, Buchungen annehmen. So planen Sie sie rund um ihren Zweck.
„Wir wollen Dinge selbst ändern können“ gehört zu dem, was wir von Kunden am häufigsten hören, und der Wunsch ist berechtigt. Ein Content-Management-System kostet aber Geld, Wartung und Komplexität, und auf manchen Websites meldet sich nach dem Start nie wieder jemand an.
Ein CMS (Content-Management-System) ist die Verwaltungsoberfläche hinter der Website. Dort bearbeiten Sie Texte, tauschen Fotos aus, legen Projekte an, veröffentlichen Beiträge oder verwalten Anfragen, ohne Code anzufassen und ohne einen Entwickler anzurufen.
Was Sie damit eigentlich kaufen, sind Unabhängigkeit und Tempo. Sie korrigieren um 22 Uhr einen Tippfehler, veröffentlichen eine neue Referenz am Tag der Fertigstellung oder aktualisieren Preise, ohne auf jemanden zu warten.
In diesen Fällen ist eine schnelle statische Website mit einer kleinen Wartungsvereinbarung oft günstiger und schneller, und sie ist außerdem sicherer. Ohne Admin-Login gibt es nichts zu hacken, keine Plugins zu aktualisieren und nichts, was jemand versehentlich kaputt machen kann.
Schätzen Sie, wie viele Änderungen Sie realistisch pro Jahr vornehmen und was diese als bezahlte Entwicklerzeit kosten würden. Vergleichen Sie das mit dem, was ein CMS zusätzlich verursacht: die Entwicklung selbst sowie Lizenz- oder Wartungsgebühren über einige Jahre.
Rechnen Sie mit fünf kleinen Änderungen im Jahr, die einen Entwickler jeweils eine halbe Stunde beschäftigen, ist die Einzelabrechnung fast immer günstiger als ein CMS. Veröffentlichen Sie jeden Monat ein neues Projekt und passen jedes Quartal Preise an, amortisiert sich ein CMS schnell, und Sie ändern Dinge in dem Moment, in dem Sie es brauchen.
Auch auf der anderen Seite gibt es versteckte Kosten. Inhalte veralten oft, weil es lästig wirkt, jemanden um eine Änderung zu bitten, und Besucher merken, wenn Informationen nicht mehr stimmen.
Wenn Sie eins brauchen, liegt der häufigste Fehler darin, zu viel davon zu bekommen. Ein vollständiger Page Builder, in dem sich jeder Abstand und jede Farbe ändern lässt, klingt flexibel. In der Praxis haben wir erlebt, wie sorgfältig gestaltete Websites auf diese Weise langsam auseinanderfallen.
Besser ist ein CMS, das auf Ihre Inhalte zugeschnitten ist:
Ein gut gestaltetes CMS lässt die Optionen weg, die Sie nie nutzen werden, und macht so die wichtigen leicht auffindbar.
Sie müssen sich nicht für immer festlegen. Eine gut gebaute Seite kann ohne CMS starten und später eines bekommen, oder mit einem CMS für zwei, drei Bereiche beginnen und wachsen. Wichtig ist, dass die technische Basis das zulässt. Fragen Sie deshalb vor Projektbeginn danach.
Wenn Sie die Optionen genauer vergleichen möchten, lesen Sie WordPress, Webflow, Framer oder Headless: So wählen Sie ein CMS aus.